Sascha Sprunk

Texte, Gedankenkleckse & sonst noch was

Gedankenkleckse

Am Anfang steht hier erst einmal nichts, außer mir,
und ich fühle mich, wie ein kurzer Satz
auf einem großen weißen Blatt Papier.
Still ist es und leer in mir,
doch dann kommst du plötzlich daher.
Du erscheinst so, ja so plötzlich aus dem Nichts
und noch begreife ich dich nicht,
noch kenne ich dich nicht,
weiß ich nicht ob du gut oder schlecht für mich bist
und wohin das alles führt,
doch du bist hier
und so beobachte ich dich und lausche dir.
Das was und wie du es sagst, macht mich neugierig
Und du kommst wieder und näher und wirst mehr,
wirst deutlicher und greifbarer für mich,
während im Hintergrund alles andere verschwimmt.
Ich merke schnell, dass mein Blick nur auf dich gerichtet, die Sicht auf das,
was sich hinter dir und mir verbirgt nicht verhindert, nein,
durch den Fokus auf dich, erkenne ich erst, wie echt du bist
und dann wird mir klar, dass nur wir zählen,
also du und ich und was wir sind
und das, was wir zusammen daraus machen
und der Hintergrund und du und ich,
rücken zusammen ins rechte Licht für Momentaufnahmen.
Und dann halte ich dich fest und ein kleiner Gedankenfetzen kleckst auf das Bild von uns,
das es noch nicht gibt und zerläuft zu einem ersten Strich.
Und dann noch einer und noch einer und noch einer
und aus immer mehr Fetzen werden immer mehr Kleckse
und die Welt wird bunt.
Gedanken klecksen weiter, vermischen sich,
laufen durcheinander,
erschaffen die schönsten Formen und Farben,
aus denen die verrücktesten Gedanken entspringen,
die anspornen weiter zu machen und weiter zu denken
und weiter laut zu malen.
Und je weiter ich male, je weiter du malst,
desto mehr spüre ich unsere Verbundenheit,
und das Verlangen nach mehr von dir, in mir, steigt rapide an.
Ich denke an die Kleinigkeiten, die dich so besonders machen,
versteckte Botschaften, die mich glücklich machen,
und ich weiß, jetzt, mit dir kann ich alles machen.
Du bist mein Ass im Ärmel,
mit dir kann ich über Freiheit reden,
während du mich fesselst und du bringst mich zum Lachen.
Lässt mich Wörter in der Folge falsch reihen
und dann doch richtig in ganze Sätze packen.
Vor dir kann ich die Hosen runterlassen
und oft machen wir die ganzen,
SCHEISSE, DAS IST SOOO GUT Sachen,
aber die behalte ich für mich,
die würden hier jetzt nicht her passen, und ja,
auch in den ungünstigsten Momenten können wir nicht voneinander lassen, so dass die, die es nicht verstehen sitzen und über uns lachen, während wir tanzen.
Ohhh, und wie wir tanzen!
Und ich möchte es in die Welt hinausschreien,
doch bei deinem Anblick stockt mir der Atem.
Und wenn du jetzt denkst, du seist hier gemeint,
weil du zwischen den Zeilen liest,
dann lass dir folgendes gesagt sein:
Über und für dich,
fallen mir noch viel, viel schönere Dinge ein.



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4 Kommentare

4 Kommentare zu 'Gedankenkleckse'

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  1. davon muss ich tief Luft holen und mir wünschen, ich sei gemeint, obwohl ich genau weiß, ich bin es nicht, werde nie eine solche sein.
    wirklich einnehmend, deine worte. hut, haar und haut ab.

    seelenreich

    27 Jan 10 at 00:26

  2. Ich fühle mich ertappt. ;)
    Und: Schön geschrieben, wie immer.

    Textzicke

    30 Jan 10 at 17:23

  3. Gespeichert unter: Texte, die mich aufbauen. Texte, geschmückt mit kleinen und noch kleineren Details. Texte, die mich berühren.

    Danke.

    Abdu

    18 Feb 10 at 01:20

  4. Es ist nicht wichtig, wer gemeint ist; ich wäre viel zu klein der liebevoll braußenden Naturgewalt des Elbpoeten entgegenzutreten.
    Der Text ist Buchstabe gewordenes Glück, eines von der Sorte, die mich jede Pore meines Körpers spüren lässt und Trauer weckt, den anderen nicht jede Sekunde dieses Lebens spüren zu können.

    Wunderwunderwunderschön.
    Aber ich mag alle deine Beiträge.

    Gezwitterchen

    18 Apr 10 at 17:49

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