Lesen, schreiben & so tun als wüsste ich was.

Das Licht und die Schatten

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Abends ist es meist dunkel,
das Licht fehlt und die Schatten spielen verstecken.
Ich bin hier und warte,
warte auf Inspiration,
das Ende, den Anfang von irgendwas.
Das Wasser ist vor dem Alkohol leer
und die Drogen wirken nicht mehr.
Ein Funke erscheint und lächelt mir zu.
Ich grüße freundlich und will ihn greifen,
doch er entpuppt sich als Nebel.
Wütend erdrücke ich ihn im Aschenbecher.
Katzengejammer von links und die Muse hat frei,
ist irgendwo, tut Buße.
Gedanken lassen auf sich warten,
denn es gibt nichts Schwierigeres als eine Linie,
hat mir Pablo verraten.
Ich hänge in den Seilen und gehe zum Friseur,
denn der hat die schärfsten Scheren,
doch es ist wohl Montag, irgendeiner.
Taub trifft blind.
Stumm gesellt sich dazu und sie schreiben die Hausordnung neu.
Betreten verboten und Eltern haften für ihre Kinder
steht nun auf dem Schild.
Nachts ist es beleuchtet und spricht fließend zehn Sprachen.
Elvis kommt vorbei und erschießt den Fernseher,
denn Bananen sind auch nicht mehr das was sie mal waren.
Scheiß auf Strom.
Die Badeklamotte an und A-capella gegen ihn schwimmen.
Als ich mich ans Ufer rette,
stinkt es nach nassem Hund,
der sich in den Schwanz beißt.
Dann schließt sich der Vorhang,
nur um sich morgen wieder zu öffnen.
Und verlasse das Gebäude,
abends, wenn es dunkel ist.
Das Licht fehlt und die Schatten spielen verstecken.

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Written by elbpoet

Februar 3rd, 2010 at 6:10 pm

Posted in Gedanken

Frühe Meisterwerke! – Heute: Der Jörch

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Jörg Schwedler philosophiert über unsere Zeit und gründet mal so ganz nebenbei eine eigene Generation.
Dies ist ein Lesungsmitschnitt vom 10.01.2009.
Gehört bei der Lesebühne LÄNGS in der Mathilde-Bar (Hamburg).
Da die Bildqualität unterirdisch war, leider nur als Audio.
Viel Spass damit!
www.der-joerch.de
www.laengs.de

P.S. Der Jörch wird auch am 14.03. auf dem Jour Fitz in Hamburg lesen.

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Written by elbpoet

Februar 2nd, 2010 at 12:00 pm

Ich bin ein Verlierer.

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So oft, wie ich in meinem Leben lief, ist es nicht verwunderlich, dass einiges auf der Strecke blieb.
Vieles verlor ich und bemerkte es nicht einmal.
Anderes wiederrum verlor ich mit Absicht,
weil ich nicht auch noch mein letztes bisschen Würde verlieren wollte.
Oft lief ich und kam dabei an einen Ort, wo ich nichts hatte, außer mir selbst.
Dort stand ich für einen Augenblick still und betrachtete mich.
Und weil mir Angst machte was ich sah, lief ich schnell weiter.
Manchmal war mir nicht klar, ob ich auf etwas zu rannte oder vor etwas weg lief,
bis zu dem Tag, als ich weglief, direkt in die Arme der Ungewissheit
und dabei verlor, was ich nie wiederfinden wollte.
Seitdem war ich unterwegs und immer wenn ich zurückschaute,
holte mich die Vergangenheit ein und ich erhöhte mein Tempo um sie abzuhängen.
Auf meiner Stecke lernte ich vieles kennen,
aber vieles erschien mir nicht wichtig genug und ich lief schnell weiter.
Rastlos, bis ich eines Tages jemandem begegnete, der mein Tempo halten konnte.
Wir liefen eine Weile zusammen, ruhten uns dann auf uns selber aus, bis wir schließlich einschliefen.
Als wir aufwachten, merkten wir, dass wir die ganze Zeit in die falsche Richtung gelaufen sind
und von dort an ging jeder seiner Wege.
Meiner führte mich wieder an den Ort, wo es nur mich gab.
Und obwohl ich wusste, dass ich mich dorthin verlaufen hatte,
blieb ich eine Weile und gewöhnte mich schließlich daran.
Ich begann die Einsamkeit zu mögen, denn hier war ich sicher.
Niemand kam an mich heran, noch nicht einmal wenn ich gewollt hätte.
Dies führte dazu, dass ich mich selber nicht mehr erreichte und als Konsequenz wieder vor mir weglief.
Es brauchte eine Weile, bis ich mich wieder eingeholt und gefangen hatte und als es soweit war,
beschloss ich zu suchen. Eine Basis für mich und mich neu, denn ich war müde vom Laufen.
Auf dem Weg dorthin, lagen nun allerdings die Steine,
die mir vorher aus der Tasche fielen und der Weg war lang.
Einige schaute ich mir nochmal an und warf sie dann weg, den meisten aber schenkte ich keine Beachtung.
Schließlich fand ich, was ich suchte, legte die Füße hoch, um sie zu schonen,
und beschloss von nun an nie mehr wegzulaufen.
Doch irgendetwas stimmte nicht, denn wann immer ich nun in die richtige Richtung ging, drückte der Schuh.
Ich hielt an, weil es weh tat, denn es gab noch einen Stein.
Den kleinen Kiesel aus dem Schuh warf ich weg, ging weiter und lernte dabei,
dass ich meinen Schmerz nicht so einfach wegwerfen konnte,
denn nicht der Kiesel in meinem Schuh schmerzte, nein, es war der Stein, den ich in mir trug.
In diesem Moment wurde mir bewusst, dass ich etwas verloren hatte, was ich nie wirklich kannte.
Und weil ich etwas verloren habe, was ich nie kannte und weil ich vermisse, was ich nie kannte,
bin ich ein echter Verlierer.

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Written by elbpoet

Januar 30th, 2010 at 8:23 pm

Posted in Gedanken

Vorankündigungsvorschau

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“Hör mal, Finck & Zeisich machen jetzt in Audio.”
“Finck & Wer???”
“Na, Finck & Zeisich, die beklopptesten Vögel der nordsüdlichen Hemisphere, die kennst du etwa nicht?”
“Nein, die kenne ich nicht.”
“Selber schuld.”
“Was soll das denn heißen?”
“Na das du selber schuld bist, das du Finck & Zeisich nicht kennst.”
“Die hättest du mir ja aber auch schon mal eher vorstellen können.”
“Nein.”
“Ich glaube ich lasse mich von dir scheiden.”
“Machst du eh nicht.”
“Doch!”
“Nein.”
“Doch!”
“Aber heute ist Samstag, da ist doch geschlossen.”
“Mist!”

FinckundZeisich.mp3
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Written by elbpoet

Januar 30th, 2010 at 3:09 pm

Posted in Finck & Zeisich

Gedankenkleckse

2 comments

Am Anfang steht hier erst einmal nichts, außer mir.
Und ich fühle mich wie ein kurzer Satz
auf einem großen weißen Blatt Papier.
Still ist es und leer in mir,
doch dann kommst du plötzlich daher.
Du erscheinst so, ja so plötzlich aus dem Nichts
und noch begreife ich dich nicht, noch kenne ich dich nicht,
weiß ich nicht ob du gut oder schlecht für mich bist,
wohin das alles führt, doch du bist hier und so beobachte ich dich eine Weile und lausche dir.
Das was und wie du es sagst, mach mich neugierig und
du kommst wieder und näher und wirst mehr,
wirst deutlicher und greifbarer für mich,
während im Hintergrund alles andere verschwimmt.
Ich merke schnell, dass mein Blick nur auf dich gerichtet, die Sicht auf das,
was sich hinter dir und mir verbirgt nicht verhindert, nein,
durch den Fokus auf dich, erkenne ich erst wie echt du bist
und dann wird mir klar, das nur wir zählen,
also du und ich und was wir sind und das,
was wir zusammen daraus machen und der Hintergrund und du und ich,
rücken zusammen ins rechte Licht für Momentaufnahmen.
Dann halte ich dich fest und ein kleiner Gedankenfetzen kleckst auf das Bild von uns,
das es noch nicht gibt und zerläuft zu einem ersten Strich.
Und dann noch einer und noch einer und noch einer
und aus immer mehr Fetzen werden immer mehr Kleckse und die Welt wird bunt.
Gedanken klecksen weiter, vermischen sich,
laufen durcheinander, erschaffen die schönsten Formen und Farben,
aus denen die verrücktesten Gedanken entspringen,
die anspornen weiter zu machen und weiter zu denken
und weiter laut zu malen. Und je weiter ich male,
desto mehr spüre ich unsere Verbundenheit,
und das Verlangen nach mehr von dir in mir steigt rapide an.
Ich denke an die Kleinigkeiten, die dich so besonders machen,
versteckte Botschaften, die mich glücklich machen,
und ich weiß jetzt, mit dir kann ich alles machen.
Du bist mein Ass im Ärmel,
mit dir kann ich über Freiheit reden,
während du mich fesselst und du bringst mich zum Lachen,
lässt mich Wörter in der Folge falsch reihen
und dann doch richtig in ganze Sätze packen.
Vor dir kann ich die Hosen runterlassen und oft machen wir die ganzen,
SCHEISSE, DAS IST SOOO GUT Sachen,
aber die behalte ich für mich,
die würden hier jetzt nicht her passen, und ja
auch in den ungünstigsten Momenten können wir nicht voneinander lassen,
so dass die, die es nicht verstehen sitzen und über uns lachen,
während wir tanzen.
Und wir tanzen und wir tanzen und wir tanzen und tanzen
Und ich möchte es in die Welt hinausschreien,
doch bei deinem Anblick stockt mir der Atem.
Und wenn du jetzt denkst, du seist hier gemeint,
weil du zwischen den Zeilen liest, dann lass dir folgendes gesagt sein:
Über und für dich, fallen mir viel, viel schönere Dinge ein.

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Written by elbpoet

Januar 19th, 2010 at 9:02 pm

Posted in Gedanken